DAAD - Deutscher Akademischer Austauschdienst / German Academic Exchange Service

 

Genese des Programms

Das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (CDHK) geht auf eine Initiative von Bundeskanzler Helmut Kohl anlässlich seiner China-Reise im Jahre 1993 zurück. Um den wissenschaftlichen Austausch zwischen China und Deutschland zu intensivieren, hatte er die Gründung einer binationalen universitären Ausbildungsstätte angeregt. Grundlage für den Aufbau der Gemeinschaftseinrichtung ist ein Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China in Form eines Notenwechsels vom 09. und 10. September 1997. Darin wurden der DAAD und die Tongji-Universität in Shanghai mit der Umsetzung des Pro­gramms beauftragt. Im Februar 1998 konnte das Kolleg an der Tongji offiziell eröffnet werden. Im Mai 2017 konnte der fünfte Kooperationsvertrag unterzeichnet werden, der den Zeitraum von Februar 2018 bis Februar 2023 umfasst.

Die Gesamtverantwortung für das CDHK trägt auf deutscher Seite der DAAD, der das Projekt von Anfang an in enger Zusammenarbeit mit den deutschen Partneruniversitäten TU München, TU Braunschweig, TU Berlin und der Ruhr-Universität Bochum realisierte. Schon 2005 hatte der DAAD mit jeder der deutschen Partneruniversitäten eine Vereinbarung abgeschlossen, um ihr einen Teil der administrativen Aufgaben zu übertragen und gleichzeitig die institutionelle Basis der Kooperation zu verbreitern. Nur die vorgenannten Institutionen können Förderanträge stellen.

 

Welche Ziele hat das Programm?

Zentrale Aufgabe des CDHK ist es, zweisprachige (chinesisch-deutsche) Aufbaustudiengänge durchzuführen. Chinesische Bachelor-Absolventen können in zwei bis drei Jahren in den Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik sowie Wirtschaftswissenschaften (Doppel-) Masterabschlüsse erwerben. Die Lehrpläne lehnen sich an deutsche Curricula an und sind praxis- und industrienah konzipiert. Ab dem dritten Semester sind deutschsprachige Vorlesungen Bestandteil der Ausbildung. Die erforderlichen Deutschkenntnisse werden gleich zu Studienbeginn in Intensivkursen vermittelt und sind im Rahmen der Sprachprüfung TestDaF nachzuweisen. Nachdem das CDHK ursprünglich nur für chinesische Studierende konzipiert war, wurde zwischenzeitlich auch eine Programmlinie für Deutsche eingezogen. Im Zuge von Globalisierung und Internationalisierung ist das Interesse deutscher Studierender an einem Aufenthalt am CDHK kontinuierlich gestiegen und damit auch die Zahl derjenigen, die einen CDHK-Doppelmaster anstrebt.

Der anhaltende Wirtschaftsboom Chinas motiviert immer mehr deutsche Firmen, sich auf dem chinesischen Markt zu positionieren. Damit verbunden wächst der Bedarf an chinesischen Arbeitskräften mit deutschem Know-how. Gleichzeitig lassen sich immer mehr chinesische Firmen in Deutschland nieder, die wiederum deutsche Mitarbeiter in Verbindung mit China-Kompetenz benötigen. Das CDHK reagiert mit seinem Angebot auf diese Nachfrage und bildet Führungskräfte aus, die sowohl mit der chinesischen als auch der deutschen Kultur vertraut sind, Unternehmensabläufe kennen und gleichzeitig die notwendigen fachlichen Qualifikationen mitbringen.

Der DAAD fördert das Programm aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und aus privaten Mitteln aus der Wirtschaft. Stipendien und Blockvorlesungen werden aus Stiftermitteln finanziert. Sollten für bestimmte Maßnahmen oder Leistungen keine Stiftermittel vorgesehen sein, werden diese Maßnahmen oder Leistungen aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

Quelle: DAAD

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